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Auflösung & Rückzahlung

Mietkautionsabrechnung mit Excel erstellen - kostenlose Vorlage für Vermieter & Mieter

Von Ulf Mayer Aktualisiert am 01. März 2026

Wie kann man eine Mietkautionsabrechnung möglichst korrekt und effizient erstellen? Eine typische Antwort auf die Frage, wie die Mietkautionsabrechnung erstellt wird lautet:

„Mit Excel und der Abrechnung der Bank.“

Und genau so machen es tatsächlich viele Vermieter: Bankabrechnung prüfen, Zinsen berechnen, Forderungen abziehen – fertig.

Doch dabei passieren häufig Fehler. In diesem Artikel erfahren Sie:

  • ✅ Wie eine korrekte Mietkautionsabrechnung aufgebaut sein muss
  • ✅ Welche Positionen abgezogen werden dürfen
  • ✅ Wie Zinsen richtig berechnet werden
  • ✅ Wie Sie unsere kostenlose Excel-Vorlage nutzen
  • ✅ Wie Sie die Zinsberechnung mit dem Online-Rechner absichern

Was gehört in eine korrekte Mietkautionsabrechnung?

Eine rechtssichere Kautionsabrechnung sollte folgende Bestandteile enthalten:

Allgemeine Angaben

  • Name des Mieters
  • Objektadresse
  • Mietvertragsbeginn
  • Mietvertragsende
  • Höhe der hinterlegten Kaution

Zinsberechnung

Die Mietkaution muss getrennt vom Vermögen des Vermieters angelegt werden – üblicherweise als:

Die erwirtschafteten Zinsen gehören vollständig dem Mieter.

Abzüge (sofern berechtigt)

Typische Abzüge sind:

Endabrechnung

Formel:

Kaution + Zinsen – berechtigte Abzüge = Auszahlungsbetrag

Typische Fehler bei Excel-Kautionsabrechnungen

Wenn Vermieter „einfach mit Excel“ arbeiten, treten häufig folgende Probleme auf:

  • ❌ Zinsen werden vergessen oder falsch berechnet
  • ❌ Falscher Zeitraum wird angesetzt
  • ❌ Abzüge werden nicht sauber dokumentiert
  • ❌ Keine transparente Darstellung für den Mieter
  • ❌ Keine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage

Das führt regelmäßig zu Streitigkeiten – und im schlimmsten Fall zu rechtlichen Auseinandersetzungen.


So funktioniert die kostenlose Excel-Vorlage

Die bereitgestellte Vorlage enthält:

Bereich 1: Stammdaten

Hier tragen Sie ein:

  • Kautionshöhe
  • Zinssatz
  • Anlagedauer

Bereich 2: Automatische Zinsberechnung

Die Excel-Datei berechnet automatisch:

Formel (vereinfacht):

Kaution × Zinssatz × Jahre

Bereich 3: Abzüge

Sie können bis zu 5 Positionen eintragen (z. B. Nebenkosten, Schäden etc.).

Die Summe wird automatisch gebildet.

Bereich 4: Auszahlungsbetrag

Excel berechnet automatisch:

Gesamtguthaben – Abzüge

Damit erhalten Sie eine transparente und nachvollziehbare Endabrechnung.


Wann darf die Kaution einbehalten werden?

Wichtig: Der Vermieter darf die Kaution nicht „vorsorglich“ einbehalten.

Erlaubt sind nur:

Die Rechtsprechung gesteht Vermietern eine Prüfungsfrist von in der Regel 3 bis 6 Monaten nach Mietende zu.


Warum die Zinsberechnung oft falsch ist

Viele Excel-Abrechnungen berücksichtigen nur:

  • Nominalzins
  • Keine unterjährigen Berechnungen
  • Keine Zinsänderungen
  • Keine anteiligen Zeiträume

Gerade bei längeren Mietverhältnissen kann das mehrere hundert Euro Unterschied machen.

Deshalb empfiehlt es sich, die Excel-Berechnung zusätzlich mit einem spezialisierten Rechner zu prüfen.


Mietkautions-Abrechnungs-Rechner

Zur Überprüfung oder wenn Sie keine Excel-Datei nutzen möchten, können Sie hier direkt online rechnen:


Fazit

Die Mietkautionsabrechnung „mit Excel und Bankabrechnung“ ist grundsätzlich möglich – aber nur dann sicher, wenn:

  • Zinsen korrekt berücksichtigt werden
  • Abzüge rechtlich zulässig sind
  • Die Berechnung transparent dargestellt wird

Mit der kostenlosen Excel-Vorlage erhalten Vermieter eine strukturierte Grundlage – und Mieter eine nachvollziehbare Abrechnung.

Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, nutzen Sie zusätzlich den oben integrierten Mietkautions-Rechner.

Ulf Mayer — Herausgeber und Redaktion

Betreibt seit 2010 unabhängige Informationsportale rund um die Mietkaution und wertet dafür laufend Bankkonditionen, Anbieterbedingungen und BGH-Rechtsprechung aus.

Veröffentlicht am 01. März 2026.

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